von Cristina Perincioli
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Mit dieser Website stellt Cristina Perincioli eine Fülle von Informationen zu den Anfängen der neuen Frauenbewegung in Berlin (West) zur Verfügung.
Ausgangspunkt ist ihr Buch „Berlin wird feministisch. Das Beste, was von der 68er Bewegung blieb.“ Hier finden Sie nun Auszüge und Fotos aus diesem Buch – vor allem aber neue, ergänzende, erweiternde Informationen, zu denen auch andere Autorinnen beigetragen haben. Diese Artikel sind entsprechend namentlich gekennzeichnet. Auch sind die Inhalte anders als im Buch gegliedert. Manche Artikel dieser Website werden noch weiter ausgebaut.
Das Copyright für alle Texte und Medien dieser Website liegt bei Cristina Perincioli, sofern nicht anders gekennzeichnet.
Lizenz:
© Perincioli, Christina. Sofern nicht anders gekennzeichnet, stehen sämtliche Texte und Medien dieser Website unter der Lizenz CC BY-ND 4.0, Creative Commons Namensnennung – Keine Bearbeitungen 4.0 International.
Zitierhinweis:
Perincioli, Cristina. Feministische Projekte in Berlin 1974-78 (https://feministberlin.de/), lizenziert unter CC BY-ND 4.0.
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Einleitung
Gleich einem Vulkanausbruch brach sich 1973 die neue Frauenbewegung Bahn: allein in den ersten fünf Jahren entstanden zwanzig Projekte – alle wegweisend und viele noch heute aktiv: Buchläden, Verlage, Zeitschriften, Notruf, Frauenhaus, Gesundheitszentrum, Frauensommerunis… alle autonom und bewusst ohne „Staatsknete“!
Dem plötzlichen Ausbruch ging allerdings eine fünf Jahre dauernde Suchbewegung voraus: Weiberrat, §218 Gruppen, Aktionen von Anarchistinnen – beschrieben im Buch Berlin wird feministisch 1968-1973 (und als Englische Website).
Erst das Frauenzentrum schuf die Basis für all die Projekte, die den Frauen unter den Nägeln brannten. Anders als in linken Gruppen, konnten sie im Frauenzentrum frei diskutieren, Ideen unzensiert entwickeln, und fanden dort auch gleich ihre Mitstreiterinnen.
Hier finden sich Dokumente dieses Beginns und auch Interviews mit den Gründerinnen dieser Projekte – begrenzt auf Berlin und diese magischen fünf Jahre:
Berliner Projekte – chronologische Übersicht
1974
Frauenbuchvertrieb bis 1987
BIFF – Beratung und Information für Frauen
Frauenselbstverlag, später sub rosa, dann Orlanda
FFGZ – Feministisches FrauenGesundheitsZentrum seit 1974 | www.ffgz.de
Flying Lesbians – 1. Frauenrockband in Europa 1974 – 1977 www.flying-lesbians.de
1975
PSIFF-Therapiezentrum für Frauen seit 1975
Frauenbuchladen Labrys bis 1994
UkZ Unsere kleine Zeitung 1975 – 2001
Lesbenpresse 1975 – 1982
Blocksberg FrauenLesbenKneipe 1975 – 1980
1976
Courage – Monatzeitschrift 1976 – 1984 | Volldigitalisat bei FES
Amazonenverlag 1976 – 1984: erster Verlag in Europa mit hauptsächlich lesbischer Literatur.
Berliner Sommeruniversität für Frauen 1976 – 1983 mit jeweils bis zu 10.000 Teilnehmerinnen
SVF e.V. – Selbstverteidigung für Frauen seit 1976 | http://svf-berlin.de
Frauenbuchladen Lilith bis 1998
Alle diese Einrichtungen kamen und kommen ohne „Staatsknete“ aus!
1976 Gründung des ersten deutschen Frauenhauses in Berlin. Dieses wird staatlich unterstützt.
1977
Notruf für vergewaltigte Frauen seit 1977
(030) 2512828
1978
FFBIZ Frauenforschungs- bildungs- und Informationszentrum ffbiz.de